Dieter Liminski gegangen - eine Würdigung

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Dieter Liminski gegangen - eine kritische Würdigung


Am 31.12.2011 ist Dieter Liminski, langjähriger Leiter des Amtes für Sozial- und Wohnungswesen - und für 5 Jahre auch Geschäftsführer der ARGE Bonn - in den Ruhestand gegangen. Anlass sein Wirken einer kritischen Würdigung zu unterziehen.


Bemühte sich Herr Limininski nach seinem Aufstieg zum stellvertretenden Leiter des Amtes und 2002 zum Leiter anfänglich !!! darum soziale Einrichtungen (Träger) zu schaffen, die sich um Erwerbslose kümmern (durchaus anerkennenswert), so ging diese Bereitschaft mehr und mehr verloren, wenn man einmal davon absieht, dass er sich bemühte diesen Trägern bis zum Schluss Aufträge zu sichern, sofern sie denn in seinem Sinne fungierten. Aber es wird bald ein "closed shop", denn andere Träger, die sich angesichts vom Hartz IV wirklich um die durch die ARGE verursachten Nöte der Menschen  kümmern wollten, hatten bei ihm so gut wie keine Chance.

Seine "große Stunde" kam, als die damalige Sozialdezernentin (U. K) von der Oberbürgermeisterin kaltgestellt wurde, und Herr Liminski als Leiter des Sozialamtes und als Geschäftsführers der ARGE Bonn fast unkontrolliert schalten und walten konnte wie er wollte. Diesen Freiraum nutzte er nicht für die Erwerblose sondern hatten diese im Gegenteil unter seiner "Regentschaft" erheblich zu leiden. Seine Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz war ihm offenkundig nicht bekommen.

Kurz gesagt war er bei der der ARGE eine klare Fehlbesetzung, weil er mit den zusätzlichen Aufgaben als Geschäftsführer der ARGE Bonn völlig überfordert worden war und "seinen" Laden nicht in den Griff bekam, während er gleichzeitig die Arbeitsagentur in Nürnberg zwar berechtigt aber völlig überzogen kritisierte, um von seinen Unzulänglichkeiten abzulenken.

Von einigen Personen wurde er insgeheim als "Vollstrecker des repressiven Hartz IV-System" gefeiert, während die Leistungsberechtigten unter ihm schikaniert wurden. Einigen wurde monateiang ihnen zustehende Leistungen vorenthalten und Anwälten wurden über einen längeren Zeitraum Akten nicht übersandt. Personen, die drangsalierten Erwerbslosen zu ihrem von Herrn Liminski verweigerten Leistungen verhalfen, wurden von Herr Liminski persönlich mit einem sofort vollziebaren willkürlichen Hausverbot überzogen, den das Verwaltungsgericht aber bereits im Eilverfahren  aufhob. Im Hauptverfahren musste er dann eingestehen, dass sein Vorgehen unrechtmäßig war, in dem er seinen Verwaltungsakt zurückzog.
Einen Offenbarungseid musste Herr Liminski zudem dadurch leisten, dass er sich gezwungen sah z.T. gewalttätige schwarze Sheriffs (ein so genannter Sicherheitsdienst) zu engagieren, als er der Lage immer weniger Herr wurde. Mit diesem von ihm uneinsichtig verteidigten Schritt konnte er zumindest bundesweit Furore machen.

PolitikerInnen im Stadtrat brachte er mir seinen wenig aussagekräftigen Aussagen auf zahlreiche Anfragen auf die Palme, wobei er es zudem des öfteren mit der Wahrheit nicht so genau nahm. Dieses selbstherrliche und selbstgefällige Verhalten stieß auch in der Verwaltung der Stadt (auch bei der neuen Sozialdezernentin) und bei  einer Reihe von MitarbeiterInnen der ARGE Bonn - häufig mit Fristverträgen ausgestattet  - zunehmend auf Ablehnung.

Am meisten aber mussten die Erwerbslosen leiden. Hatte sich Herr Liminski früher für individuelle Maßnahmen für Erwerbslose ausgesprochen, so wurde schnell deutlich, was er darunter als Geschäftsführer der ARGE verstand. Ein-Euro-Jobs und nochmals Ein-Euro Jobs. Mit diesen Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung malträtierte er Erwerbslose sinnlos und ohne jegliche Perspektive auf Beschäftigung.
Sie waren vom Gesetzgeber eigentlich als ultimatio ratio gedacht, wurden aber von Herrn Liminski offenkundig als Allheilmittel gesehen, Es versteht sich von selbst, dass viele dieser Maßnahmen nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprachen. Aber das störte einen Herr Liminski wenig.
Es ist daher leicht nachvollziehbar, dass er angesichts seiner Verdienste Anfang 2009 von der Erwerbslosengruppe für würdig befunden wurde, als erste kommunale Persönlichkeit mit der "Sauren Gurke" geehrt zu werden.
http://www.arbeitslos-bonn.de/node/262

Im Ruhestand wird er jetzt endlich Gelegenheit haben, sowohl über seine Missetaten als auch über das Elend, das er vielen Erwerblosen zugefügt hat, nachzudenken. Sie werden ihm gewiss keine Träne nachweinen.
 

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