Pressemitteilung

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Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe Bonn c/o GEW Bonn, Endenicher Str. 127, 53115 Bonn

Antrag zu Unterrichtsmaterialien für Schulkinder im Rat der Stadt Bonn vertagt - vertane Chance , den betroffenen Kindern und Familien schnell zu helfen!

 

Die Mitglieder der gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppe haben mit Interessen den Verlauf der Debatte im Rat der Stadt Bonn zu dem Antrag zu „Schulmaterialien“ des Bonner Bündnisses gegen Kinderarmut verfolgt, ein Bündnis , das sich auf Initiative der Gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppe im DGB gegründet hat.

 

Mit leichtem Erstaunen haben die anwesenden Mitglieder der Gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppe dabei festgestellt, dass in einigen Redebeiträgen scheinbar der Ausschluss von weiterführenden Bildungsangeboten von Langzeitarbeitslosen auf eine kulturelle Hintergrundsproblematik zurückgeführt wurde oder mindestens die mittelbare Austattung der Familien als nicht so entscheidend dargestellt wurde.

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„Angesichts der Tatsache, dass die Regelsätze von Hartz IV die sächlichen Mittel für Schulbedarf der der Kinder schlicht vergessen haben und dass dies bei der erweiternden Anforderungen an Unterrichtmaterialien, die heute an Schulen anzusetzen sind, dicke Löcher in die Haushaltskasse der Betroffenen reißt, erscheint uns diese Erklärung schlicht als zu kurz gegriffen“ so Horst Lüdtke, gewerkschaftlicher Ansprechpartner für die Gruppe.

 

Zum Hintergrund: In den Regelsätzen von Hartz IV sind pro Monat nur 1,63 € für Schreibmaterial vorgesehen, für Schul- und Lern- und Unterrichtsmittel: „Null Cent“. Dass die betroffenen Familien bei den eng bemessenen Regelsätzen so jeden Monat in akute materielle Engpässe kommen, ist wohl schwer bestreitbar.

 

Wir werden weiter für den Standpunkt werben, dass die Kommune - auch durch finanzielle Korrekturen der Regelsätze- Verantwortung übernehmen soll, wie sie es für um die eklatante Bildungsbenachteiligung von armen Kindern, insbesondere aus SGB-II und SCG XII-Familien auszugleichen“, so Horst Lüdtke, gewerkschaftlicher Ansprechpartner der gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppe ; wir haben auch Zuversicht, dass das inzwischen breite Bonner Bündnis weiter gute Arbeit leisten wird, und dabei auch noch viel Überzeugungsarbeit“.

 

Die Verfestugung des Schicksals von Langzeitarbeitslosen durch fehlenden Bildugszugang bei den Kindern ist eine sich abzeichnende Entwicklung, bei der die Kommunen nicht schadlos zugucken können – wir gehen daher davon aus , dass andere Kommunen – und hoffentlich auch irgendwann Bonn - dem Vorbild von Oldenburg (Niedersachsen) folgen werden“ Dort wurden für geschätzte 4000 Kinder schon im März 100,- Euro pro Haushaltsjahr für Unterrichtsmaterialien in den Haushalt eingestellt (Kinder aus Familien , die Anspruch auf Leistungen über den „Oldenburg –Ausweis“

haben).

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kleines Logo Arbeitslosengruppe Bonn/Rhein-SiegGewerkschaftliche Arbeitslosengruppe in der Region Bonn-Rhein-Sieg c/o GEW, Stadtverband Bonn; Kontakt: Horst Lüdtke Tel. 0228/ 65 39 55 Das Treffen findet jeden 2. Donnerstag im Monat statt.