Weblog von tommy

Hartz IV - Eine extreme Wettbewerbsverzerrung des Arbeitsmarktes

Eines ist klar, ein Erwerbsloser möchte seine Erwerbslosigkeit beenden. Mit einer bezahlten Erwerbstätigkeit. Und zwar mit einer Bezahlung, die Beiträge in seine Sozialversicherung ermöglicht und gleichzeitig eine Teilhabe an der Gesellschaft. Die Zahlungen in die Sozialversicherung sind nicht nur eine Entlastung der Sozialversicherungskassen, sondern schützen die Beschäftigten bei erneut eintretender Erwerbslosigkeit und im Alter vor Armut. Die Teilhabe an der Gesellschaft heißt, sich an gesellschaftlichen Standards beteiligen zu können. Das bedeutet genauso mobil zu sein, wie die Mehrheit der Bevölkerung. Zugang zu Medien, Vereinen, Kultur, Freizeit und Urlaub sind in Deutschland das Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe.

Sollte eine Erwerbstätigkeit wegen der extrem gestiegenen Produktivität, der marktwirtschaftlichen Situation, der Erwerbsfähigkeit, der Qualifikation, der sozialen Lage oder psychologischen Situation des Betroffenen nicht möglich sein, dann ist es notwendig für einen sozialen Ausgleich zu sorgen, der weiterhin eine Teilhabe an diesen gesellschaftlichen Standards ermöglicht.

Die Arbeit ist kein Selbstzweck. Eine Arbeitsstelle macht nur dann Sinn, wenn die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. Ein Mensch braucht zwar eine Zeit- und Sinnerfüllte Beschäftigung. Diese Beschäftigung muss aber zum Zwecke der Sättigung der Bedürfnisse dienen. Das Mittel dazu nennt man Lohn. Und der Lohn wird in der Landeswährung ausgezahlt, also in Form von Geld.

§ 130 Strafgesetzbuch - Volksverhetzung

1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder

2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Quelle: Gesetz-im-internet.de

Das Sozialticket "MobilPass" kommt - welch ein Bluff!

Das Jahr ist noch jung, doch der vermutlich größte Bluff des Jahres wird uns bereits geboten.  Zum 1. März erscheint das neue Sozialticket und wartet mit einem sensationellen Preis von 34,50 Euro im Monat nur für das Stadtgebiet!!!  Aber die Großzügigkeit kennt keine Grenzen, zum Geiz ist Geil-Preis von nur 69,10 Euro bekommt man ein Monatsticket für den ganzen VRS-Bereich. Zum Vergleich: Das Jobticket gilt für das gesamte VRS-Gebiet, sowie Übergangsstrecken, bietet die Möglichkeit am Wochenende, Feiertagen und täglich ab 19:00 Uhr eine Person über 14 Jahren, drei Kinder zwischen 6 u. 14 Jahren und ein Fahrrad kostenlos mitzunehmen und kostet 63,10 Euro.

Unicef-Bericht stellt fest: "Starke Eltern - Starke Kinder" - Wird dies auch durch das Bildungs und Teilhabepaket ermöglicht?

Mehr Geld für Kinder darf es laut den Doktrinen von SPD, CDU, Grüne, FDP für erwerbslose oder „aufstockende“ Eltern nicht geben. Es sei nicht gesichert, dass das Geld auch bei den Kindern ankäme, lautet die Devise. Bei dieser Argumentation, welche auch von der Mehrheit der Medien unterstützt wird, handelt es sich offensichtlich um soziale Diskriminierung.

Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem der CDU - Richtungswechsel oder Opportunismus

Neuerdings scheint die CDU eine Fähigkeit zur Einsicht entwickelt zu haben. Besonders da, wo Wähler fern zu bleiben drohen. Die radikale (vorläufige) Abkehr von der Atomenergie und die (ebenfalls vorläufige) Rücknahme der Wehrpflicht. Jetzt wendet die konservative Partei sich auch noch vom dreigliedrigen Schulsystem ab. Gleich drei heilige Kühe wurden geschlachtet. Gut, die Rücknahme der Wehrpflicht, ist zum Teil ein Tribut an die FDP, zum anderen das Ergebnis von durch Sparzwängen angetriebener Fantasien. Da steckt keine Idee dahinter, sondern der Druck, sparen zu müssen, wo längst nichts mehr zu sparen ist.

Die Zeit in der Vorurteile wieder gesellschaftsfähig werden

Erwerbstätige und Erwerbslose. Bei welchen handelt es sich um die besseren Menschen? Eine unerhörte Frage, nicht wahr? Die ich hier auch nicht ernsthaft stellen möchte. Aber in der Politik und in den Medien ist diese Frage anscheinend längst kein Tabu mehr. So mussten sich die Menschen daran gewöhnen, dass Politiker, wie Müntefering, Clement, Koch, Westerwelle, Sarazzin, sowie viele Journalisten, quer durch alle öffentlich-rechtlichen und privaten Medien ungehindert und ungestraft über eine Bevölkerungsgruppe herziehen durften und dürfen, deren einzige Gemeinsamkeit es ist, das sie (ganz fachlich ausgedrückt) am Leistungswettbewerb nicht mehr teilhaben dürfen oder können.

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